Verkaufsoffener Sonntag

Das Frühlingsfest mit verkaufsoffenen Sonntag in Alzenau. Mit unserer Mobilen Theke.

  • Auftraggeber: Liquid-Cocktails
  • Aufgaben an uns: Planung, Ausführung
  • Kunden: eine Menge

Mehr Informationen

Zusammenfassung

Das Frühlingsfest mit verkaufsoffenem Sonntag wird durch die Gemeinschaft Handel & Gewerbe (GHG) Alzenau organisiert und durchgeführt.

Direkt am Marktplatz postiert, bei herrlich sonnigem Wetter und 22 Grad konnten unsere Gäste in der „Orange-Lounge“ verweilen, leckere Cocktails und prickelnde Prosecco Drinks genießen.

Pressetext

Frühlingsfest: Wenn die Straße zum Laufsteg wird

Frühling können sie mindestens so gut wie der Wettergott. Das haben rund 70 Aussteller und Gastgeber in den Innenstadtgeschäften gestern in Alzenau unter Beweis gestellt. Zwar profitierte das Frühlingsfest der Gemeinschaft Handel und Gewerbe (GHG) nach all den trüben Regentagen von einem passgenauen Sonnen-Gastspiel, den sich am Spätnachmittag abzeichnenden Erfolg darf die GHG trotz dieser Unterstützung von ganz oben vor allem aufs eigene Konto buchen. An Publikumserfolge sind die Mitgliedsbetriebe der GHG, die sich seit rund 15 Jahren im Frühjahr und im Herbst als Lebensquell der Innenstadt profiliert, bei ihren verkaufsoffenen Sonntagen gewöhnt. »Nach unserer Einschätzung nimmt der Besucherstrom jedes Jahr zu«, sagt die Vorsitzende Martina Stickler.

Besonders aus der hessischen Nachbarschaft kämen viele Besucher, die »Alzenau so bisher noch nicht kannten«. Aus Sicht der GHG-Chefin spiegelt der Verein mit derzeit 108 Mitgliedsbetrieben (»Wir waren auch schon nur 80«) aus Handel, Handwerk und Dienstleistung lokale Stabilität. Internet-Konkurrenz und Strukturwandel nämlich haben die lokale Einzelhandelslandschaft nach Wahrnehmung des GHG-Vorstandes bisher nicht substanziell gefährden können. 35 Aussteller – Stände ebenso wie Geschäfte – rekrutierten sich gestern aus lokalem Bestand, hinzu kamen rund 30 Fremdanbieter. Abgesehen von einigen Filialisten, die hinzu gekommen seien, machten inhabergeführte Familienbetriebe nach wie vor den Großteil der Geschäfte aus, weiß Stickler. Zwar hätten in den vergangenen zehn Jahren einige Läden aufgeben müssen, dies sei aber »in vergleichbarem Umfang durch Neueröffnungen ausgeglichen« worden.

Und wie funktioniert das? Nicht nach dem Konkurrenzprinzip wie oft in großen Einkaufszentrum und auf großstädtischen Konsummeilen. »Vier Modegeschäfte auf 400 Metern – wie geht das?«, fragt ein junger Mann aus Freigericht, der mit seiner Familie gekommen ist. Das Schaufensterstudium hilft: Hier der feine Zwirn für den gehobenen Geschmack, dort aktuelles Outfit für die junge Kundschaft. Dazwischen Übergrößen für gewichtigere Zeitgenossen und weiter hinten das klassische Modesortiment für den Durchschnittsgeldbeutel. Man kennt sich und schickt Kunden weiter, die nichts Passendes gefunden haben. Branchenübergreifend. »Kerzenständer? Habe ich nicht«, heißt es beim Uhren- und Schmuckfachmann, »aber schauen sie mal beim Kollegen ein paar Türen weiter«.

Da platzt der Gast vielleicht in ein Kassentisch-Gespräch über Hund und Katz zu Hause hinein, und ehe er sich’s versieht, redet er mit. Das meint Martina Stickler, wenn sie »lockere Atmosphäre« und »persönlichen Kontakt« als Pluspunkte preist. Speziell gestern beflügelten Unterhaltung auf der Marktplatzbühne mit Musik und Tanz die Stimmung, auf dem Quartierplatz und in vielen Geschäften. So konnten die Jüngsten im Spielzeugladen Geschenke zum Muttertag basteln, es wurde öffentlich Schach gespielt und die Kaiser-Ruprecht-Straße verwandelte sich kurzzeitig in den Laufsteg einer Modenschau. Eine Alzenauer Trumpfkarte stach gestern nicht: Weil keine Autos ins Zentrum durften, blieben die vielen gewerbefreundlichen Innenstadt-Parkplätze leer. Dafür stauten sich auf der Hanauer Straße zeitweise die Radler-Trupps.

(Quelle: Main Echo, 06.05.2013; Text: Oliver Klemt)

Mehr Referenzen